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Die Motive hinter gefälschten Wohnungsanzeigen
Vorauszahlungsbetrug
- Die Betrüger fordern eine Mietkaution oder eine erste Monatsmiete, bevor ein Mietvertrag unterzeichnet wird.
- Häufig wird behauptet, dass die Nachfrage für die Wohnung sehr hoch sei und das Geld die Reservierung sichert.
- Sobald die Zahlung erfolgt ist, bricht der Kontakt ab und das Geld ist verloren.
Identitätsdiebstahl
- Die Betrüger verlangen persönliche Dokumente, wie eine Kopie des Passes oder eine Lohnabrechnung.
- Diese Daten werden dann für weitere Betrugsfälle oder zur Eröffnung von Bankkonten missbraucht.
So erkennen Sie Fake-Wohnungsinserate
Es wird zwar immer schwieriger, gefälschte Wohnungsinserate zu erkennen, aber dennoch gibt es einige Anzeichen, die auf einen Betrug hindeuten können:
- Undetaillierte Wohnungsbeschreibung: Wichtige Informationen wie genaue Adresse, Wohnungsgrösse oder Nebenkosten fehlen.
- Fehlerhafte Grammatik und Kontaktdaten: Die Anzeige enthält sprachliche Fehler oder unvollständige Kontaktinformationen.
- Tiefer Mietpreis: Wenn der inserierte Wohnungsmietzins deutlich unter dem Marktpreis liegt, ist Vorsicht geboten.
- Unpassende Bilder: Die Bilder zeigen eine andere Wohnung, als im Inserat beschrieben.
- Kaution oder Vorauszahlung: Sie sollen bereits vor der Besichtigung eine Zahlung leisten? Von seriösen Anbietern wird dies nicht verlangt.
- Kein eindeutiger Einzugstermin: Unklare Angaben zur Verfügbarkeit der Wohnung sind ein Warnsignal.
- Inserat fehlt auf Website der Verwaltung: Falls die Wohnung über eine Immobilienverwaltung angeboten wird, lohnt es sich, auf deren Website nachzusehen.
- Dringlichkeit und Druck: Wenn Sie unter Zeitdruck gesetzt werden, um schnell zuzusagen oder Geld zu überweisen, handelt es sich möglicherweise um einen Betrug.
Wie können Sie sich vor Betrug schützen?
Wissen schützt vor Betrug. Wenn Sie Folgendes beachten, können Sie einen Betrug verhindern:
- Seriöse Anbieter bevorzugen: Nutzen Sie bekannte Immobilienportale mit geprüften Inseraten.
- Vermieter:in überprüfen: Bestehen Sie auf ein persönliches Treffen oder eine Videobesichtigung.
- Wohnungsadresse recherchieren: Überprüfen Sie auf Google Maps oder Street View, ob die Wohnung tatsächlich existiert.
- Keine persönlichen Daten weitergeben: Versenden Sie keine Passkopien oder Kontoauszüge ohne berechtigten Anlass.
- Keine Vorauszahlungen leisten: Solange Sie keinen unterschriebenen Mietvertrag haben, sollten Sie keinerlei Zahlungen veranlassen.
Fake-Wohnungsinserat zu spät bemerkt – was jetzt?
Sie haben dringend eine Wohnung gebraucht und das Inserat hat super gepasst. Darum haben Sie eine Kopie Ihres Passes verschickt und die Mietkaution einbezahlt, bevor Sie einen unterschriebenen Mietvertrag in der Hand hatten. Und plötzlich meldet sich niemand mehr und Sie merken, dass Sie auf ein Fake-Wohnunginserat hereingefallen sind.
Keine Panik! Sie können etwas gegen den Betrug unternehmen. Wichtig ist, dass Sie jetzt schnell handeln:
- Sammeln Sie alle Beweise, darunter E-Mails, Zahlungsbelege, Nachrichtenverläufe und Screenshots des Inserats.
- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei oder melden Sie den Fall der nationalen Cybercrime-Stelle (NCSC).
- Wenn Sie bereits Geld überwiesen haben, wenden Sie sich an Ihre Bank, um eine Rückbuchung zu veranlassen. Je schneller Sie reagieren, desto höher ist die Chance, den Transfer rückgängig zu machen.
- Haben Sie persönliche Dokumente wie Passkopien oder Kontoauszüge weitergegeben, könnte ein Identitätsdiebstahl drohen. In diesem Fall sollten Sie sich an die Polizei oder das Einwohneramt wenden, um sich abzusichern.
- Teilen Sie Ihre Erfahrung in Mieterforen, auf Social Media oder bei der Verbraucherschutzorganisation. So können Sie helfen, die Betrugsmaschen aufzudecken und andere Betroffene warnen.
Für die Zukunft gilt: Bleiben Sie wachsam und überprüfen Sie Inserate sorgfältig, bevor Sie Zahlungen leisten oder persönliche Daten weitergeben.